Tagesimpuls

Dienstag der 3. Osterwoche

Tagesevangelium
Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 6,30-35.

In jener Zeit sagte die Menge zu Jesus: Welches Zeichen tust du denn, damit wir es sehen und dir glauben? Was für ein Werk tust du? Unsere Väter haben das Manna in der Wüste gegessen, wie es in der Schrift heißt: Brot vom Himmel gab er ihnen zu essen. Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel. Denn das Brot, das Gott gibt, kommt vom Himmel herab und gibt der Welt das Leben. Da baten sie ihn: Herr, gib uns immer dieses Brot! Jesus antwortete ihnen: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.


Lehre mich, so zu leben, wie du es willst, denn du bist mein Gott! Führe mich durch deinen guten Geist, dann kann ich ungehindert meinen Weg gehen!

Psalm 143:10


Kommentar
Sel. Jan von Ruusbroec

Das wichtigste Zeichen der Liebe Jesu besteht darin, dass er uns sein Fleisch zu essen und sein Blut zu trinken gegeben hat. Das ist etwas so Unerhörtes, dass es in uns Bewunderung und Verblüffung auslösen muss. Das Eigentümliche der Liebe ist, dass sie immer gibt und immer empfängt. Die Liebe Jesu ist nun sowohl verschwenderisch als auch unersättlich. Alles, was er hat und ist, das gibt er; alles, was wir haben und sind, das nimmt er. Er hat einen maßlosen Hunger [... ] Je mehr unsere Liebe ihn gewähren lässt, desto intensiver finden wir Geschmack an ihm. Er hat einen maßlosen, unstillbaren Hunger. Er weiß wohl, dass wir arm sind, aber darauf nimmt er keine Rücksicht. Er macht sich selber für uns zum Brot und tilgt in seiner Liebe zunächst unsere Laster, Fehler und Sünden. Wenn er dann sieht, dass wir rein sind, nimmt er, sofern wir uns nur selbst verleugnen (vgl. Mt 16,24), begierig unser Leben in sein herrlich gnadenvolles Leben hinein, das er ganz für uns bereitet hat [...] Wer liebt, wird verstehen, was ich damit meine. […] Er schenkt uns einen ewigwährenden Hunger und Durst. Um diesen Hunger und Durst zu stillen, reicht er uns sein Fleisch und Blut. Wenn wir beides mit innerer Hingabe zu uns nehmen, strömt sein Blut, warm und herrlich wie es ist, von Gott her bis in unsere Adern hinein. Unser Inneres fängt Feuer, und Seele und Leib, Geschmack und Verlangen kosten geistliche Freude. Jesus schenkt uns die Fähigkeit, Tugenden zu entwickeln, die den seinen ähnlich sind. Er lebt in uns und wir in ihm.


Zusatzlesungen
Falls Sie noch weiterlesen wollen, einfach auf die jeweilige Zeile klicken.
  • 1. Lesung

    In jenen Tagen sagte Stephanus zu dem Volk, den Ältesten und den Schriftgelehrten: Ihr Halsstarrigen, unbeschnitten an Herzen und Ohren! Immerzu widersetzt ihr euch dem Heiligen Geist, eure Väter schon und nun auch ihr. Welchen der Propheten haben eure Väter nicht verfolgt? Sie haben die getötet, die die Ankunft des Gerechten geweissagt haben, dessen Verräter und Mörder ihr jetzt geworden seid, ihr, die ihr durch die Anordnung von Engeln das Gesetz empfangen, es aber nicht gehalten habt. Als sie seine Rede hörten, waren sie in ihren Herzen aufs Äußerste über ihn empört und knirschten mit den Zähnen gegen ihn. Er aber, erfüllt vom Heiligen Geist, blickte zum Himmel empor, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen und rief: Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen. Da erhoben sie ein lautes Geschrei, hielten sich die Ohren zu, stürmten einmütig auf ihn los, trieben ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. Die Zeugen legten ihre Kleider zu Füßen eines jungen Mannes nieder, der Saulus hieß. So steinigten sie Stephanus; er aber betete und rief: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf! Dann sank er in die Knie und schrie laut: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an! Nach diesen Worten starb er. Saulus aber war mit seiner Ermordung einverstanden.

    Apostelgeschichte 7,51-60.8,1a.
  • 2. Lesung

  • Tagespsalm

    Sei mir ein schützender Fels, eine feste Burg, die mich errettet. Denn du bist mein Fels und meine Festung; um deines Namens willen wirst du mich führen und leiten. In deine Hand lege ich voll Vertrauen meinen Geist; du hast mich erlöst, HERR, du Gott der Treue. Ich setze auf den HERRN mein Vertrauen. Ich will jubeln und deiner Huld mich freuen. Lass dein Angesicht leuchten über deinem Knecht, hilf mir in deiner Huld! Du beschirmst sie im Schutz deines Angesichts vor dem Toben der Menschen.

    Psalmen 31(30),3cd-4.6.7b.8a.17.21ab.

 


 

Tagessegen Video

Um das Video zu starten bitte einfach anklicken.

 


Weiterführende Links:
- Evangelium Tag für Tag