Tagesimpuls

Hochfest des Leibes und Blutes Christi - Fronleichnam

Tagesevangelium
Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 6,51-58.

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt. Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben? Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag. Denn mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise und mein Blut ist wahrhaft ein Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm. Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben. Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Es ist nicht wie das Brot, das die Väter gegessen haben, sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.


Lehre mich, so zu leben, wie du es willst, denn du bist mein Gott! Führe mich durch deinen guten Geist, dann kann ich ungehindert meinen Weg gehen!

Psalm 143:10


Kommentar
Hl. Gertrud von Helfta

O mein Glück und meine Liebe, mein Gott, meine Barmherzigkeit! Ja, sende schon deinen heiligen Geist herab aus der Höhe, und erschaffe in mir ein neues Herz und einen neuen Geist. Deine Salbung lehre mich alles, denn ich habe dich erwählt vor Tausenden, und ich liebe dich mehr als jede andere Liebe. Du bist mir mehr wert als die Liebe zu meiner eigenen Seele. Die Kraft meiner Seele schwelle zu jener Fülle im Schmuck der Liebe und Schönheit an, die du begehrst, denn ich sehne mich sehr nach dir. Ja, lass mich in rechter Weise vor dir erscheinen. Und siehe, ich komme zu dir, den ich geliebt, an den ich geglaubt, den ich erwählt habe. […] Jesus, mein Liebster, ich begehre, mir dir zusammen die Regel der Liebe anzunehmen, durch die ich mein Leben in dir erneuern und verwandeln kann. Ja, stelle mein Leben unter den Schutz deines heiligen Geistes, auf dass ich zu jeder Zeit ganz bereit sei für deine Weisungen. Lass meine Lebensart der deinen gleichen, festige mich in deiner Liebe und in deinem Frieden. Umschließe meine Sinne mit dem Licht deiner barmherzigen Liebe, so dass allein du mich lehrst, führst und mir Weisung gibst im Innersten des Herzens. Ziehe meinen Geist so kräftig und gründlich in deinen Geist, dass ich in Wahrheit ganz begraben werde in dir und im Einssein mit dir mir selbst absterbe. Und außer deiner Liebe soll kein anderer von meinem Begräbnis wissen. Diese Liebe schließe mich mit ihrem Siegel ein und sie besiegle damit, dass ich untrennbar dir gehöre. Amen.


Zusatzlesungen
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  • 1. Lesung

    Mose sprach zum Volk: Du sollst an den ganzen Weg denken, den der HERR, dein Gott, dich während der vierzig Jahre in der Wüste geführt hat, um dich gefügig zu machen und dich zu prüfen. Er wollte erkennen, wie du dich entscheiden würdest: ob du seine Gebote bewahrst oder nicht. Durch Hunger hat er dich gefügig gemacht und hat dich dann mit dem Manna gespeist, das du nicht kanntest und das auch deine Väter nicht kannten. Er wollte dich erkennen lassen, dass der Mensch nicht nur von Brot lebt, sondern dass der Mensch von allem lebt, was der Mund des HERRN spricht. Nimm dich in Acht, dass dein Herz nicht hochmütig wird und du den Herrn, deinen Gott, nicht vergisst, der dich aus Ägypten, dem Sklavenhaus, geführt hat; der dich durch die große und Furcht erregende Wüste geführt hat, durch Feuernattern und Skorpione, durch ausgedörrtes Land, wo es kein Wasser gab; der für dich Wasser aus dem Felsen der Steilwand hervorsprudeln ließ; der dich in der Wüste mit dem Manna speiste, das deine Väter noch nicht kannten.

    Deuteronomium 8,2-3.14b-16a.
  • 2. Lesung

    Ist der Kelch des Segens, über den wir den Segen sprechen, nicht Teilhabe am Blut Christi? Ist das Brot, das wir brechen, nicht Teilhabe am Leib Christi? E i n Brot ist es. Darum sind wir viele e i n Leib; denn wir alle haben teil an dem einen Brot.

    Erster Brief des Apostels Paulus an die Korinther 10,16-17.
  • Tagespsalm

    Jerusalem, rühme den HERRN! Zion, lobe deinen Gott! Denn er hat die Riegel deiner Tore festgemacht, die Kinder in deiner Mitte gesegnet. Er verschafft deinen Grenzen Frieden, er sättigt dich mit bestem Weizen. Er sendet seinen Spruch zur Erde, in Eile läuft sein Wort dahin. Er verkündet Jakob sein Wort, Israel seine Gesetze und seine Entscheide. An keinem anderen Volk hat er so gehandelt, sie kennen sein Recht nicht.

    Psalmen 147,12-13.14-15.19-20.

 


 

Tagessegen Video

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Weiterführende Links:
- Evangelium Tag für Tag