Tagesimpuls

Samstag der 5. Osterwoche

Tagesevangelium
Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 15,18-21.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn die Welt euch hasst, dann wisst, dass sie mich schon vor euch gehasst hat. Wenn ihr von der Welt stammen würdet, würde die Welt euch als ihr Eigentum lieben. Aber weil ihr nicht von der Welt stammt, sondern weil ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt. Denkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: Der Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie an meinem Wort festgehalten haben, werden sie auch an eurem Wort festhalten. Das alles werden sie euch um meines Namens willen antun; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat.


Seid in herzlicher Liebe miteinander verbunden, gegenseitige Achtung soll euer Zusammenleben bestimmen.

Römer 12:10


Kommentar
Kommentar Hl. Chromatius von Aquileia

„Sie zogen ihn aus und legten ihm einen purpurroten Mantel um. Dann flochten sie einen Kranz aus Dornen; den setzten sie ihm auf“ (Mt 27,28–29). Als König wird Christus mit einer roten Tunika bekleidet und als Fürst der Märtyrer […], weil von seinem heiligen Blut ein Glanz ausgeht wie von kostbarem Purpur. Als Sieger empfängt er die Krone, denn es ist üblich, dem Sieger eine Krone zu verleihen […] Aber wir können feststellen, dass die purpurne Tunika auch ein Symbol für die Kirche ist, die - insofern sie in Christus, dem König bleibt - in königlicher Herrlichkeit erstrahlt. Daher der Titel „königliches Geschlecht“, den Johannes in seiner Offenbarung gibt (vgl. 1,6) […] Purpurstoff ist wirklich kostbar und königlich. Obwohl es sich dabei um ein Naturprodukt handelt, verändert er, wenn er in das Farbbad getaucht wird, seine Qualität und sein Aussehen […] An sich wertlos, wird er durch seine Umwandlung ein kostbares Produkt. So ist es auch mit uns: Aus uns selber wertlos, wandelt uns die Gnade um und macht uns wertvoll, wenn wir (bei unserer Taufe), wie der Purpurstoff, dreimal in das geistliche Rot, das Mysterium der Dreifaltigkeit, eingetaucht werden […] Wir können noch anmerken, dass der rote Mantel auch ein Symbol für die Herrlichkeit der Märtyrer ist. Denn benetzt mit ihrem eigenen vergossenen Blut, geschmückt mit dem Blut des Martyriums, erstrahlen sie in Christus wie in einer kostbaren purpurroten Tunika. Einst schrieb das Gesetz vor, mit roten Purpur das Heiligtum Gottes zu schmücken (Ex 25,4); die Märtyrer sind tatsächlich der Schmuck der Kirche Christi […] Die Dornenkrone, die man dem Herrn auf das Haupt gesetzt hat, ist das Symbol unseres Zusammenschlusses, die wir aus den Völkern zum Glauben gekommen sind. Damals waren wir nur Dornen, das heißt Sünder; durch unseren Glauben an Christus sind wir jedoch zu einer Krone der Gerechtigkeit geworden, weil wir aufgehört haben, den Heiland zu stechen oder zu verletzen, und wir krönen sein Haupt mit dem Bekenntnis unseres Glaubens […] Ja, einst waren wir Dornen, nun aber […] sind wir Edelsteine geworden.


Zusatzlesungen
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  • 1. Lesung

    In jenen Tagen kam Paulus auch nach Derbe und nach Lystra. Dort war ein Jünger namens Timotheus, der Sohn einer gläubig gewordenen Jüdin und eines Griechen. Er war Paulus von den Brüdern in Lystra und Ikonion empfohlen worden. Paulus wollte ihn als Begleiter mitnehmen und ließ ihn mit Rücksicht auf die Juden, die in jenen Gegenden wohnten, beschneiden; denn alle wussten, dass sein Vater ein Grieche war. Als sie nun durch die Städte zogen, überbrachten sie ihnen die von den Aposteln und den Ältesten in Jerusalem gefassten Beschlüsse und trugen ihnen auf, sich daran zu halten. So wurden die Gemeinden im Glauben gestärkt und wuchsen von Tag zu Tag. Weil ihnen aber vom Heiligen Geist verwehrt wurde, das Wort in der Provinz Asien zu verkünden, reisten sie durch Phrygien und das galatische Land. Sie zogen an Mysien entlang und versuchten, Bithynien zu erreichen; doch auch das erlaubte ihnen der Geist Jesu nicht. So durchwanderten sie Mysien und kamen nach Troas hinab. Dort hatte Paulus in der Nacht eine Vision. Ein Mazedonier stand da und bat ihn: Komm herüber nach Mazedonien, und hilf uns! Auf diese Vision hin wollten wir sofort nach Mazedonien abfahren; denn wir waren überzeugt, dass uns Gott dazu berufen hatte, dort das Evangelium zu verkünden.

    Apostelgeschichte 16,1-10.
  • Tagespsalm

    Dient dem Herrn mit Freude! Kommt vor sein Antlitz mit Jubel! Erkennt: Der Herr allein ist Gott. Er hat uns geschaffen, wir sind sein Eigentum, sein Volk und die Herde seiner Weide. Tretet mit Dank durch seine Tore ein! Kommt mit Lobgesang in die Vorhöfe seines Tempels! Dankt ihm, preist seinen Namen! Denn der Herr ist gütig, ewig währt seine Huld, von Geschlecht zu Geschlecht seine Treue.

    Psalm 100(99),2.3.4.5.

Tagessegen Video
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Weiterführende Links:
- Evangelium Tag für Tag