Tagesimpuls

Montag der 5. Osterwoche

Tagesevangelium
Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 14,21-26.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren. Judas - nicht der Judas Iskariot - fragte ihn: Herr, warum willst du dich nur uns offenbaren und nicht der Welt? Jesus antwortete ihm: Wenn jemand mich liebt, wird er an meinem Wort festhalten; mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen. Wer mich nicht liebt, hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, stammt nicht von mir, sondern vom Vater, der mich gesandt hat. Das habe ich zu euch gesagt, während ich noch bei euch bin. Der Beistand, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.


Du weißt nicht, aus welcher Richtung der Wind kommen wird; du siehst nicht, wie ein Kind im Mutterleib Gestalt annimmt. Ebenso wenig kannst du die Taten Gottes ergründen, der alles bewirkt.

Prediger 11:5


Kommentar
Symeon der Neue Theologe

Wer den Geist zum Lehrer hat, braucht keine Erkenntnis, die von Menschen kommt. Er schaut, vom Licht des Geistes erleuchtet, und betet an die Dreiheit der Personen: den einen Gott, der wesenhaft auf unaussprechliche Weise eins ist. […] Halt inne, Mensch; zittre, sterbliche Natur, und bedenke: Du wurdest aus dem Nichts gezogen und hast beim Verlassen deiner Mutter Schoß die Welt gesehen, die lange vor dir entstanden war. Und könntest du wissen, wie hoch der Himmel ist, oder sagen, welcher Natur da sind Sonne, Mond und Sterne; wo sie festgemacht sind und wie sie sich bewegen […], welcher Art die Erde ist, von der du genommen bist, ihre Grenzen und Maße, ihre Weite und Größe […], und hättest du den Zweck von alledem entdeckt, den Sand des Meeres gezählt und auch dein eigenes Wesen erkannt […], dann erst solltest du nachsinnen über deinen Schöpfer: wie in der Dreifaltigkeit die Einheit unvermischt bleibt und in der Einheit die Dreifaltigkeit ungeteilt. Streck dich aus nach dem Geist! […] Vielleicht wird Gott dich trösten und beschenken, wie er dich schon beschenkt hat: die Welt zu sehen, die Sonne und das Licht des Tages. Ja, in seiner Güte wird er dich nun ebenso erleuchten […], erleuchten mit dem Licht der dreifachen Sonne […]. Dann wirst du die Gnade des Geistes erfahren: dass er, obgleich abwesend, gegenwärtig ist durch seine Macht; dass er, obgleich gegenwärtig, unsichtbar bleibt durch seine göttliche Natur, und dass er überall und nirgends ist. Wolltest du ihn mit deinen Sinnen suchen: Wo solltest du ihn finden? Nirgends, wirst du schlichtweg sagen. Hast du jedoch die Kraft, ihn im Geiste wahrzunehmen, wird er deinen Geist erleuchten und die Augen deines Herzens öffnen.


Zusatzlesungen
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  • 1. Lesung

    In jenen Tagen als die Apostel merkten, dass die Heiden und die Juden zusammen mit ihren Führern entschlossen waren, sie zu misshandeln und zu steinigen, flohen sie in die Städte von Lykaonien, Lystra und Derbe, und in deren Umgebung. Dort verkündeten sie das Evangelium. In Lystra war ein Mann, der von Geburt an gelähmt war; er saß ohne Kraft in den Füßen da und hatte nie gehen können. Er hörte der Predigt des Paulus zu. Dieser blickte ihm fest ins Auge; und da er sah, dass der Mann darauf vertraute, gerettet zu werden, rief er laut: Steh auf! Stell dich aufrecht auf deine Füße! Da sprang der Mann auf und ging umher. Als die Menge sah, was Paulus getan hatte, fing sie an zu schreien und rief auf lykaonisch: Die Götter sind in Menschengestalt zu uns herabgestiegen. Und sie nannten den Barnabas Zeus, den Paulus aber Hermes, weil er der Wortführer war. Der Priester des Zeus vor der Stadt brachte Stiere und Kränze an die Tore und wollte zusammen mit der Volksmenge ein Opfer darbringen. Als die Apostel Barnabas und Paulus davon hörten, zerrissen sie ihre Kleider, sprangen unter das Volk und riefen: Männer, was tut ihr? Auch wir sind nur Menschen, von gleicher Art wie ihr; wir bringen euch das Evangelium, damit ihr euch von diesen nichtigen Götzen zu dem lebendigen Gott bekehrt, der den Himmel, die Erde und das Meer geschaffen hat und alles, was dazugehört. Er ließ in den vergangenen Zeiten alle Völker ihre Wege gehen. Und doch hat er sich nicht unbezeugt gelassen: Er tat Gutes, gab euch vom Himmel her Regen und fruchtbare Zeiten; mit Nahrung und mit Freude erfüllte er euer Herz. Doch selbst mit diesen Worten konnten sie die Volksmenge kaum davon abbringen, ihnen zu opfern.

    Apostelgeschichte 14,5-18.
  • 2. Lesung

  • Tagespsalm

    Nicht uns, o Herr, bring zu Ehren, nicht uns, sondern deinen Namen, in deiner Huld und Treue! Warum sollen die Völker sagen: «Wo ist denn ihr Gott?» Unser Gott ist im Himmel; alles, was ihm gefällt, das vollbringt er. Die Götzen der Völker sind nur Silber und Gold, ein Machwerk von Menschenhand. Seid gesegnet vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Der Himmel ist der Himmel des Herrn, die Erde aber gab er den Menschen.

    ps 115(113B),1-2.3-4.15-16.

Tagessegen Video
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Weiterführende Links:
- Evangelium Tag für Tag