Tagesimpuls

Samstag der 34. Woche im Jahreskreis

Tagesevangelium
Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 21,34-36.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Nehmt euch in Acht, dass Rausch und Trunkenheit und die Sorgen des Alltags euer Herz nicht beschweren und dass jener Tag euch nicht plötzlich überrascht wie eine Falle; denn er wird über alle Bewohner der ganzen Erde hereinbrechen. Wacht und betet allezeit, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt!


Lehre mich, so zu leben, wie du es willst, denn du bist mein Gott! Führe mich durch deinen guten Geist, dann kann ich ungehindert meinen Weg gehen!

Psalm 143:10


Kommentar
Hl. Jean-Baptiste Marie Vianney

Welche Vorteile haben wir denn durch das Gebet, dass wir so oft beten sollen? Meine Brüder, hier sind sie: Das Gebet macht unser Kreuz weniger schwer, es lindert unsere Leiden und wir hängen weniger am [irdischen] Leben; es lenkt den Blick der Barmherzigkeit Gottes auf uns, es macht unsere Seele stark gegen die Sünde, es weckt in uns den Wunsch, Buße zu tun und zwar mit Freude; es lässt uns spüren und verstehen, wie sehr die Sünde den guten Gott beleidigt. Besser gesagt, meine Brüder: Durch das Gebet werden wir Gott wohlgefällig, bereichern wir unsere Seelen und sichern uns das ewige Leben. Sagt mir, meine Brüder, braucht es mehr, um uns dazu zu bewegen, unser Leben durch unsere Vereinigung mit Gott zu einem immerwährenden Gebet zu machen? Wenn man jemanden liebt, muss man ihn dann sehen, um an ihn zu denken? Nein, sicherlich nicht. Ebenso, meine Brüder, wenn wir den lieben Gott lieben, wird uns das Gebet so vertraut wie das Atmen. Ich sage euch jedoch, meine Brüder, dass es nicht ausreicht, nur einen Augenblick hastig, das heißt überstürzt, zu beten, um all diese Güter zu erlangen. Der gute Gott möchte, dass wir uns ausreichend Zeit dafür nehmen, dass wir zumindest Zeit haben, ihn um die Gnaden zu bitten, die wir benötigen, ihm für seine Wohltaten zu danken, unsere begangenen Fehler zu bedauern und ihn um Vergebung zu bitten. Aber, so werdet ihr mich fragen, wie können wir denn allezeit beten? Meine Brüder, nichts ist einfacher als das: indem wir uns von Zeit zu Zeit während unserer Arbeit mit dem guten Gott beschäftigen; mal durch einen Liebesakt, um ihm zu zeigen, dass wir ihn lieben, weil er gut und liebenswert ist; mal durch einen Akt der Demut, indem wir anerkennen, dass wir der Gnaden, mit denen er uns unaufhörlich überschüttet, nicht würdig sind; mal durch einem Akt des Vertrauens, weil wir wissen, dass er uns, obwohl wir so erbärmlich sind, liebt und uns glücklich machen will. Seht, meine Brüder, wie einfach es ist, auf diese Weise allezeit zu beten.


Zusatzlesungen
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  • 1. Lesung

    Ich, Daniel, war im Geist verstört und meine Visionen erschreckten mich. Ich wandte mich an einen der Umstehenden und bat ihn, mir das alles genau zu erklären. Er deutete mir die Vorgänge und sagte: Diese großen Tiere, vier an der Zahl, bedeuten vier Könige, die sich auf der Erde erheben werden. Das Königtum aber werden die Heiligen des Höchsten erhalten und sie werden es behalten für immer und ewig. Dann wollte ich noch Genaueres über das vierte Tier erfahren, das Tier, das anders war als alle anderen, ganz furchtbar anzusehen, mit Zähnen aus Eisen und mit Klauen aus Bronze, das alles fraß und zermalmte und was übrig blieb mit den Füßen zertrat. Auch über die zehn Hörner an seinem Kopf und über das andere Horn, das emporgewachsen war und vor dem die drei Hörner abgefallen waren, das Horn, das Augen und einen Mund hatte, der anmaßend redete, und das schließlich größer als die anderen zu sein schien. Ich sah dieses Horn gegen die Heiligen kämpfen. Es überwältigte sie, bis der Hochbetagte kam. Da wurde den Heiligen des Höchsten das Gericht übertragen und es kam die Zeit, in der die Heiligen das Königtum erhielten. Er antwortete mir: Das vierte Tier bedeutet: Ein viertes Reich wird sich auf der Erde erheben, ganz anders als alle anderen Reiche. Es wird die ganze Erde verschlingen, sie zertreten und zermalmen. Die zehn Hörner bedeuten: Aus jenem Reich werden sich zehn Könige erheben; doch nach ihnen erhebt sich ein anderer. Dieser ist ganz anders als die früheren. Er wird drei Könige stürzen, er lästert über den Höchsten und unterdrückt die Heiligen des Höchsten. Die Festzeiten und das Gesetz will er ändern. Ihm werden die Heiligen für eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit ausgeliefert. Dann aber wird man zu Gericht sitzen. Jenem König wird seine Macht genommen, um endgültig ausgetilgt und vernichtet zu werden. Die Herrschaft und Macht und die Herrlichkeit aller Reiche unter dem ganzen Himmel werden dem Volk der Heiligen des Höchsten gegeben. Sein Reich ist ein ewiges Reich und alle Mächte werden ihm dienen und gehorchen.

    Buch Daniel 7,15-27.
  • 2. Lesung

  • Tagespsalm

    Preist den HERRN, ihr Menschen. Lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den HERRN, ihr Israeliten. Lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den HERRN, ihr seine Priester. Lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den HERRN, ihr seine Knechte. Lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den HERRN, ihr Geister und Seelen der Gerechten. Lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den HERRN, ihr Demütigen und Frommen. Lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!

    Buch Daniel 3,82.83.84.85.86.87.

Tagessegen Video
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Weiterführende Links:
- Evangelium Tag für Tag