
In jener Zeit sagten die Pharisäer und Schriftgelehrten zu Jesus: Die Jünger des Johannes fasten und beten viel, ebenso die der Pharisäer; deine Jünger aber essen und trinken. Jesus erwiderte ihnen: Könnt ihr denn die Hochzeitsgäste fasten lassen, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam weggenommen sein; dann, in jenen Tagen, werden sie fasten. Er erzählte ihnen aber auch ein Gleichnis: Niemand schneidet ein Stück von einem neuen Gewand ab und setzt es auf ein altes Gewand. Sonst würde ja das neue Gewand zerschnitten und zu dem alten würde das Stück von dem neuen nicht passen. Auch füllt niemand jungen Wein in alte Schläuche. Sonst würde ja der junge Wein die Schläuche zerreißen; er läuft aus und die Schläuche sind unbrauchbar. Sondern: Jungen Wein muss man in neue Schläuche füllen. Und niemand, der alten Wein trinkt, will jungen; denn er sagt: Der alte ist bekömmlich.
Lehre mich, so zu leben, wie du es willst, denn du bist mein Gott! Führe mich durch deinen guten Geist, dann kann ich ungehindert meinen Weg gehen!
Als „das Wort Fleisch wurde“ im Schoß der Jungfrau und so „unter uns wohnte“ (vgl. Joh 1,14), fand eine seltsame und außergewöhnliche Vereinigung statt. So wie bei der Auferstehung Christi alle Auserwählten in ihm auferstanden sind, so wurde in Christus auch eine Hochzeit gefeiert: Die Kirche wurde durch die Bande der Ehe mit dem einem Bräutigam vereint, als der Gottmensch die ganze Fülle der Geistesgaben empfing und die ganze Gottheit in einem Leib Wohnung nahm, der dem unseren gleich ist. […] Christus wurde durch den Heiligen Geist Mensch und „wie ein Bräutigam aus seinem Gemach“ (Ps 18(19),6) trat er hervor aus dem Schoß der Jungfrau, die in Wahrheit sein Brautgemach war. Die Kirche aber, aus dem Wasser in demselben Geist wiedergeboren, wird ein Leib in Christus, so dass „die zwei ein Fleisch sein werden“, was, „bezogen auf Christus und die Kirche, ein tiefes Geheimnis ist“ (vgl. Eph 5,31-32). Diese Ehe währt vom Beginn der Menschwerdung Christi bis zu dem Augenblick, da Christus wiederkommt und alle Riten der ehelichen Vereinigung vollzogen sein werden. Dann werden diejenigen, die bereit sind und die Voraussetzungen für eine so große Vereinigung gebührend erfüllt haben, voller Ehrfurcht mit ihm in den Saal der ewigen Hochzeit eintreten (vgl. Mt 25,10). Bis dahin schreitet die Braut, die Christus anverlobt ist, ihrem Bräutigam entgegen und bewahrt Tag für Tag in Glaube und Liebe den Bund mit ihm, bis er wiederkommt.
1. Lesung
Schwestern und Brüder! So soll man uns betrachten: als Diener Christi und als Verwalter von Geheimnissen Gottes. Von Verwaltern aber verlangt man, dass sie sich als treu erweisen. Mir macht es allerdings gar nichts aus, wenn ihr oder ein menschliches Gericht über mich urteilt; ich urteile auch nicht über mich selbst. Ich bin mir zwar keiner Schuld bewusst, doch bin ich dadurch noch nicht gerecht gesprochen; der Herr ist es, der über mich urteilt. Richtet also nicht vor der Zeit; wartet, bis der Herr kommt, der das im Dunkeln Verborgene ans Licht bringen und die Absichten der Herzen aufdecken wird! Dann wird jeder sein Lob von Gott erhalten.
2. Lesung
Tagespsalm
Vertrau auf den HERRN und tue das Gute, wohne im Land und hüte die Treue! Habe deine Lust am HERRN! So wird er dir geben, was dein Herz begehrt. Der HERR kennt die Tage der Bewährten, ihr Erbe hat ewig Bestand. Sie werden nicht zuschanden in böser Zeit, in Tagen des Hungers werden sie satt. Meide das Böse und tue das Gute, so bleibst du wohnen für immer. Denn der HERR liebt das Recht und wird seine Frommen nicht verlassen. Die Rettung der Gerechten kommt vom HERRN, ihre Zuflucht zur Zeit der Bedrängnis. Der HERR hat ihnen geholfen und sie gerettet, er rettet sie vor den Frevlern.
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