Tagesheilige

Hl. Anastasius
Mönch und Märtyrer
* um 600 in Persien
† Anfang 628 in Betsaloë, dem heutigen Kirkuk im Irak

Anastasius - mit persischem Namen Magundat - war der Sohn eines Magiers. Er kam 614 als Soldat mit dem persischen Heer nach Jerusalem und erlebte das Massaker an der christlichen Bevölkerung, worauf er sich bekehrte. 620 ließ er sich taufen und wurde Mönch im Kloster des == Anastasius in Jerusalem. Nach sieben Jahren kehrte er nach Persien zurück; er wurde alsbald gefangen genommen, aber er blieb trotz Folter standhaft, durfte dann sogar wieder mit anderen Christen die Messe feiern. Nach seinem Umzug nach Betsaloë wurde er zusammen mit 70 Gefährten gefangen genommen und in den Fluss geworfen. Seine Leiche wurde Hunden vorgeworfen, blieb aber unangetastet. Sein Kopf wurde dem König Chosroes gebracht; alsbald erfüllte sich Anastasius Prophezeiung, dass der König ihn nur wenige Tage überleben werde, weil er vom eigenen Sohn abgesetzt und ermordet werde.

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Hl. Dietlinde (Theodelind)
Königin der Langobarden
* 2. Hälfte 6. Jahrhundert in Bayern
† 22. (oder 28.) Januar 627

Dietlinde war die Tochter eines bayerischen Herzogs und dessen Frau, der Tochter des Langobardenkönigs Wacho; mit Langobardenkönig Authari war sie verheiratet, nach dessen Tod wurde ihr zweiter Mann, Agiluf von Turin, König der Langobarden. Dietlinde führte das langobardische Volk, das dem Arianismus anhing, zum katholischen Christentum zurück: sie setzte sich bei ihrem Mann für katholische Bischöfe ein, so dass diese ihre Kirchengüter wieder erhielten, und vermittelte 599 den Friedensschluss der Langobarden mit Papst Gregor dem Großen. Ihr Sohn Adaloald wurde der erste katholische Langobardenherrscher. Papst Gregor widmete ihr vier Bücher. Für Kolumban stiftete sie das berühmt gewordene Kloster Bobbio in Oberitalien; auch der Bau des Doms in Monza, wo sie bestattet wurde, ging auf sie zurück.

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Hl. Elisabeth von Österreich
Königin von Frankreich, Wohltäterin
* 5. Juli 1554 in Wien in Österreich
† 22. Januar 1592 daselbst

Elisabeth, Tochter von Kaiser Maximilian II., wurde streng religiös erzogen und 1570 mit dem französischen König Karl IX. verheiratet. Mit dem Leben in Frankreich und am Hof hatte sie ihre Schwierigkeiten; nach der Bartholomäusnacht setzte sie sich weithin erfolglos dafür ein, die Unschuldigen zu verschonen. Ihr Mann starb schon 1574, sie lehnte die angetragene Hochzeit mit seinem Bruder und Nachfolger Heinrich III. ab und kehrte 1575 nach Wien zurück, wobei sie ihre dreijährige Tochter aus der Ehe mit Karl in Paris lassen musste. Nun widmete sie ihr Leben dem Dienst an Gott und am Nächsten und trat dem Dritten Orden der Franziskaner bei. Nur ein Drittel ihrer Einkünfte verwendete sie für sich, ein weiteres Drittel zum Unterhalt von Kirchen und Klöstern, das restliche Drittel für Hilfsbedürftige. 1581 gründete sie in Wien das Klarissenkloster Maria Regina. Mehrere Heiratsanträge lehnte sie ab. Sie starb im Ruf der Heiligkeit und wurde ihrem Wunsch gemäß nicht in einem Monumentalgrab, sondern in der Erde vor dem Altar der Kirche ihres Klosters bestattet.

1782 wurde das von Elisabeth gestiftete Kloster aufgelöst, die nach ihr benannte Kirche zur ersten evangelisch-lutherischen Kirche Wiens.

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Hl. Gaudenz
Glaubensbote im Bergell, Märtyrer
† um 304 im Bergell in Graubünden

Gaudenz war Missionar in Graubünden und soll dort den Märtyrertod gefunden haben.

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Hl. Vinzenz Pallotti
Priester und Ordensgründer
* 21. April 1795 in Rom
† 1850 daselbst

Vinzenz Pallotti merkte man als Kind an, dass er zwar ein anständiger, aber nicht besonders begabter Mensch sei. Auf Grund der inständigen Gebete seiner Mutter konnte er schließlich doch studieren und Priester wurde. Von jung an fühlte Vinzenz sehr intensiv seine Kleinheit und Nichtswürdigkeit angesichts der Größe und Heiligkeit Gottes. 1818 wurde er zum Priester geweiht. Als Jugendlicher hatte er einst die Vision, einer Prozession von Leidenden, Armen und Kranken entgegenzurufen: "Ich will euch trösten und euer Leid zu meinem machen!" Hierauf legte er den Schwerpunkt seiner Arbeit.

Vinzenz Pallotti wurde Pfarrer an einer heruntergekommenen Kirche, Santo Spiritu in Rom. Die fünf anderen Pfarrer der Gemeinde, deren Vorgesetzter er nun wurde, intrigierten gegen ihn und verleumdeten ihn, aber er duldete und siegte. Die Gemeinde wandelte sich zusehens und wurde zu einem geistig-spirituellen Mittelpunkt Roms. Bald sprach sich sein Charisma herum, er wurde zu einem gefragten Beichtvater und Prediger.

Vinzenz war Seelsorger der Jugend, der Kranken und Gefangenen, Volksmissionar. Er erkannte, dass angesichts der heraufziehenden Umbrüche in Europa Laien und Priester gemeinsam den Verkündigungsdienst leisten müssten, deshalb gründete er 1835 die Gemeinschaft der Pallottiner und 1843 der Pallottinerinnen, deren besonderes Kennzeichen der Verkündigungsdienst der Laien ist. Er starb an Lungenentzündung, als er einem Bettler seinen Mantel geschenkt hatte und sich ohne Mantel im Beichtstuhl erkältete.

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Hl. Vinzenz von Saragossa
Diakon, Märtyrer
* in Huesca in Aragonien in Spanien
† 304  in Valencia in Spanien

Vinzenz, der spanische Märtyrer, war Diakon der Kirche von Sara­gossa. Er bildet mit Stephanus und Laurentius das berühmte Diakonen-Dreigestirn der Alten Kirche. Der Bericht über das Martyrium des Vinzenz (um 304) wurde bald romanhaft ausgeschmückt und trug zu seiner Verehrung in Spanien und Gallien, aber auch in Rom und in Afrika bei. Augustinus (gest. 430) konnte über ihn sagen: „Wo gibt es eine Gegend, eine Provinz des Römischen Reiches oder der Kirche, wo nicht der Jahrestag des Vinzenz freudig gefeiert wird?“

(http://www.erzabtei-beuron.de/schott/proprium/Januar22.htm)


Hl. Walter von Bierbeek
Mönch
* in Bierbeek in Belgien
† zwischen 1206 und 1222 in Himmerod in Rheinland-Pfalz

Walter trat nach einer Kreuzfahrt ins Heilige Land um 1182/1186 ins Zisterzienserkloster in Himmerod ein. Seine tiefe Frömmigkeit und seiner große Liebe zu Maria machten ihn schon zu Lebzeiten bekannt und verliehen ihm den Ruf eines Heiligen.

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